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Ōkyū - Poesie & Entertainment
Ōkyū – ist japanisch und bedeutet königlicher Palast. Für ein Gastro-Erlebnis mit maximalem Japan-Gefühl haben wir klassische Elemente traditioneller Tempelarchitektur neu interpretiert und Formsteine aufwändig glasieren lassen. Den Platz für das Sushi markiert ein roter Punkt in der Mitte der Tische. Insgesamt ein Projekt mit multisensorischem Anspruch, gestalterischer Tiefe und köstlichem Essen.
Japanisches Restaurant Okyu Stuttgart 2022

Vorherrschend im Ōkyū sind die Materialien. Formsteinwände in Rot, grüner Terrazzo an Wänden, Boden und Möbeln sowie Bouclé-Polsterstoffe für die Sitznischen.

Die Komposition sorgt für ein Japan Feeling

Der Grundriss ist auf Basis von Blickbeziehungen axial ausgerichtet. Die Fluchtung wird durch die interpretierte Tempelarchitektur an der Decke zusätzlich verstärkt.

Ein Punkt flankiert die Längsachse

Die Grenzen des Raums verschwinden

Besonders prägnant für den teilweise fast fünf Meter hohen Raum sind die Formsteinwände. Die rote Glasur und die dahinter ebenfalls in Rot verspiegelten Wände sorgen für einen Infinity-Effekt der die Grenzen des Innenraums verschwinden lässt.

Eine Sitznische ist um 3 Stufen erhöht, auf dem Podest sitzend stellt sich ein Gefühl, wie bei einer japanischen Tee-Zeremonie ein. Gewollte Dunkelheit sorgt für Mystik und verstecke Haikus für Poesie.

Verstecke Poesie

Die Möbel im Eingangsbereich wurden mit grünem Terrazzo aus Italien belegt. Polsterstoffe von Raf Simons für Kvadrat komplettieren die Sitzbereiche. Die Stütze wurde an vier Seiten um eine indirekte Beleuchtung ergänzt.

Terrazzo & Bouclé

Die Öffnung zum Toilettenvorraum lässt diesen größer erscheinen. Noren -japanische Leinenvorhänge- setzten die Decke in Szene. Marmorstaub in der Wandfarbe ist der Grund für die besondere Patina.

Kreisrunder Wandausschnitt

In die Erker der Bestandsfassade integrierten wir ovale Sitznischen. Diese ergänzen das allgemeine Sitzangebot um eine Alternative mit mehr Privatsphäre, ohne den Gastraum abzutrennen.

Sitznischen für mehr Privatsphäre

Ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept taucht, dank abrufbarer Szenen, das Ōkyū ins rechte Licht. Eine indirekte Beleuchtung wurde in der Umrandung der Sitznischen integriert.

Ausgeklügelte Beleuchtung

Die Tische haben wir eigens für das Ōkyū entworfen. Die Oberfläche ist aus Rattan gefertigt, dessen Kapillare mit roter Farbe aufgefüllt wurde. Dadurch ergibt sich der besondere Look der durch den zentrierten, roten Punkt unterbrochen wird.

Besonders charakteristisch sind die Tische

Die denkmalgeschützte Calwer-Passage wurde beim Rückbau des Gebäudes verschont. Heute verschmilzt sie perfekt mit dem Neubau und im Inneren des Ōkyū bildet beides eine ehrliche Symbiose.

Alt & Neu - eine ehrliche Symbiose

Begrünte Fassade mit Mehrwert fürs Klima

Das Ōkyū befindet sich mitten in Stuttgart am Calwer Platz, direkt am Eingang zur neuen Calwer Passage. Das von der Piëch-Holding entwickelte Gebäude glänzt durch eine begrünte Fassade und somit mit einem Mehrwert fürs Klima. Eins haben die ersten Tage nach der Eröffnung des Ōkyū gezeigt, eine Reservierung ist sehr zu empfehlen.

Grafik: Felix KoutchinskiFotograf: Philip KottlorzSie wollen einen Tisch im Ōkyū reservieren?: Hier entlang...
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